Sportplatzerweiterung 2021 – Weesner Moos

Herzenswunsch Projekt-Details Zusatzinformationen Infrastrukturzustand Hauptargumente Finanzierung Meilensteine/Projektfortschritt Planwerk Fazit

Ein Herzenswunsch und eine Notwendigkeit

Wir benötigen dringend eine Sportplatzerweiterung! Einerseits weil die Infrastruktur maximal überlastet ist und andererseits, weil wir die Mindestanforderungen der Fussballverbände nicht mehr erfüllen. Die seit Jahren latente Überbelastung und das Überschreiten der Kapazitätsgrenze zwingt den FC dazu, die Bildung einer A-Junioren Mannschaft zu verhindern. Dies führt dazu, dass die jugendlichen in diesem Alter entweder den Verein verlassen oder gänzlich mit dem Fussball aufhören.

Projekt-Details

Projekt-Team

  • FC Weesen
  • Sportplatzkommission (SPK) Weesen

Projekt-Umfang

  • Zusätzliches Rasenspielfeld Fussball
  • Neue Laufbahn
  • Neue Parkplätze und entsprechende Verkehrsleitung

Das Projekt «Laufbahn» wurde neu ins Gesamtprojekt integriert. Dies weil die Bedarfsgruppen (Jugi und Schulen) ihren Wunsch für eine Laufbahn in der Zwischenzeit bestätigt haben und auch um Synergien beim Bau zu nutzen, welche sich positiv auf den finanziellen Aufwand auswirken.

Zusatzinformationen

FC Weesen
Der FC Weesen ist im September 2021 seit 60 Jahren aktiv und in der Gemeinde Weesen verwurzelt. Der FC sieht sich als „ambitionierter Fussballclub im Breitenfussball“ und hat nebst einem ambitionierten Fanionteam v.a. die Aufgabe für die Kleinen und Grossen Strukturen zu erhalten, welche es allen ermöglicht Fussball zu spielen, sich zu bewegen und Spass zu haben.

Der FC Weesen hat 2009 eigenständig ein Clubhaus gebaut und unterhält dies auch auf eigene Rechnung. Die Baukosten von CHF 475‘000.- hat der FC Weesen selber finanziert. Die Gemeinde Weesen gewährte dem FC einen à-fonds-perdu-Beitrag in Höhe von CHF 40‘000.- (Erlass der Anschlussgebühren).

Sportplatzkommission (SPK) Weesen
Das Ziel der Sportplatzkommission ist neu die Anlage gemeinsam zu unterhalten und den Zugang für alle Nutzer sicherzustellen sowie etwaige Investitionen zu planen, wobei der Fokus auf dem Unterhalt der Anlage liegt. Hauptnutzer und auch für den Unterhalt der Anlage verantwortlich ist der FC Weesen.

Die alte Trägerschaft, bestehend aus den drei Politischen Gemeinden Weesen, Amden und Schänis, sowie den beiden Schulgemeinden PSW und OSWA und dem FC Weesen hat sich in der Zwischenzeit neu Formiert und besteht nun aus den drei oben erwähnten Politischen Gemeinden sowie dem FC Weesen.

Die Bedürfnisse der Nutzer, hauptsächlich des FC Weesen, haben sich ständig erhöht und die Anlage ist in einem schlechten Zustand, da in den vergangenen Jahrzehnten der Unterhalt und notwendige Investitionen vernachlässigt wurden. Aufgrund verschiedener Anforderungen seitens der Fussballverbände und infolge erhöhter Mitgliederzahlen des FC Weesen platzt die Anlage aus allen Nähten. Deswegen benötigt man für die Sportanlage eine agilere Sportplatzkommission.

Der FC Weesen ist seit dem 01.01.2020 Grundeigentümer der Sportanlage, aus folgenden Gründen:

  • Der FC übernimmt alle Unterhaltsarbeiten an der Anlage und kann so selber auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Vereins, der Mannschaften und der Fussballverbände reagieren.
  • Nur wenn der Eigentümer eine „nicht-öffentliche-Hand“ ist, können für Unterhalt und Investitionen auch Gelder aus dem Sport-Toto-Fonds bezogen werden.

Der Jugi und den beiden Schulen steht die Anlage weiterhin im gewohnten Umfang auch in Zukunft zur Verfügung. Für alle drei derzeitigen und evtl. zukünftigen Zusatznutzern wird eine separate Leistungsvereinbarung verfasst, welche die Rechte und Pflichten aller Parteien regelt und auch die Nutzungsgebühren definiert.

Infrastrukturzustand

Die bestehende Sportanlage ist in einem äusserst kritischen Zustand. Dem Unterhalt und den Sanierungsanforderungen wurden in den vergangenen ca. 30 Jahren zu wenig Beachtung geschenkt. Sondierungsgrabungen und weitere Abklärungen Ende 2019 haben folgendes Bild ergeben:

  • Beleuchtung
    Die Beleuchtung, welche nun beinahe 50 Jahre alt ist, hat seit Jahren immer wieder Ausfälle zu verzeichnen und es ist eine Frage der Zeit, bis sie ganz aussteigt.

        • Fundamente: Intakt
        • Verkabelung: Desaströs
        • Leitungskanäle: Irreparabel verstopft
  • Allwetterplatz (Sandplatz)
    Unbenutzbar, da fast gänzlich mit Unkraut überwachsen.

        • Unkrautsituation: Der Unterhalt wurde vernachlässigt, obwohl der FC stets an die ehemalige SPK herangetreten war und auf diesen Umstand hingewiesen hat.
        • Drainage / Entwässerung: Es wurden beim Bau Anfang der 90er Jahre falsche Entwässerungsrohre verlegt, keine Drainagenetze gesetzt und zudem sind die Rohre zu tief verlegt (80cm). Nun „belüfteten“ diese nur noch den Torf, sind mittlerweile irreparabel verstopft und die Leitungen können nicht mehr durchgespült werden. Das hat zu starker Unkrautbildung geführt.
  • Trainingsplatz
    Die Entwässerung ist ebenfalls mangelhaft. Bei starkem Regen muss der Platz vorzeitig geschlossen werden. Der Grund ist auch hier in der analogen, falschen Drainage / Entwässerung wie beim Allwetterplatz zu finden.

Notwendigkeit der Sportplatzerweiterung

Seit 2014 kann der FC Weesen den Fussballplatz in Bilten nicht mehr benutzen, da der Zustand des Rasens sowie des Untergrunds kein angemessenes Fussballtraining mehr zugelassen haben. Für Meisterschaftsspiele war der Platz ohnehin nicht mehr homologiert und das Areal ist zwischenzeitlich durch die Firma Resilux AG überbaut worden. Das Abtreten des Fussballplatzes an die Resilux hat sich der FC Weesen damals von der Gemeinde Bilten absichern lassen, weswegen sich die Gemeinde Glarus Nord überhaupt an unserem Sportplatzerweiterungsprojekt beteiligt.

Die Mannschaften müssen ihr komplettes Programm aus Trainings und Spielen auf den zwei vorhandenen Fussballplätzen in Weesen umsetzen. Nur einer der beiden Plätze ist vom Fussballverband für den 11-er Fussball zugelassen und dies auch nur provisorisch, da die Sturzräume sehr knapp den Regularien entsprechen. Dies führt bisweilen zu einer enormen Überbelastung der Spielfelder.

Die Jugi und die Schulen können die Anlage zwar für Sport nutzen, aber auch nur in einem beengten Umfang. Nebst der Wiese steht derzeit noch eine Weitsprunganlage zur Verfügung. Für Leichtathletik im klassischen Sinne ist an sich keine entsprechende Infrastruktur vorhanden.

Hauptargumente für die Sportplatzerweiterung

  • Platzbelastung
    Mit den vorhandenen zwei Rasenplätzen kann der jetzige Fussballbetrieb (Trainings und Meisterschafts-/Cupspiele) nicht mehr aufrecht erhalten werden. Gutachten haben ergeben, dass wir die maximale Belastbarkeit pro Woche von Rasenspielfeldern seit Jahren überschreiten. Derzeit benutzt nur schon der FC die beiden Plätze deutlich mehr als 30 Stunden pro Woche intensiv. Dazu kommen noch Belastungen durch andere Nutzer. Ab 20 Stunden spricht man von einem maximal belasteten Spielfeld welches intensive Regenerationsphasen zwingend nötig hätte, was in Weesen aber mit der bestehenden Infrastruktur nicht möglich ist, ohne einschneidende Eingriffe in den Spiel- und/oder Trainingsbetrieb.
  • Anforderungen des schweizerischen Fussballverbands SFV
    Die Richtlinien verlangen eine Mindestspielfeldgrösse und auch eine festgelegte Sicherheitszone zwischen Spielfeldrand und Banden von 3m. Derzeit erlaubt der Fussballverband die Spiele auf dem Weesner Moos nur provisorisch. Wenn wir nichts unternehmen, dann müssten wir mittelfristig den Betrieb einstellen.
  • Platzzustand
    Aufgrund der starken Auslastung, auch durch die Schulen und Jugi, können die Plätze kaum entlastet werden. Dies ergibt folglich auch keine Schon-/Regenerationsphasen, sodass sich der Platzzustand der bestehenden Plätze immer mehr verschlechtert.

Hauptargumente für Laufbahn

  • Erweitertes Angebot
    Die Laufbahnen ermöglichen eine breitere und zielgerichtete Nutzung der Sportanlage insbesondere für Leichtathletik und den Schulsport, wovon sowohl die Schüler wie auch die Jugi enorm profitieren.
  • Vereinfachte Organisation von Anlässen
    Anlässe wie beispielsweise der “schnällscht Weesner” oder der “UBS Kids-Cup” können sinngemässer und zielgerichteter organisiert und durchgeführt werden.

Finanzierung Sportplatzerweiterung

Die Finanzierung ist, unter Vorbehalt des Bürgerentscheides Weesen, sichergestellt und setzt sich wie folgt zusammen:

Position Fussballplatz & Parkplätze Laufbahn
Gesamtinvestition CHF 1’000’000.- CHF 176’000.-
Körperschaft
  • FC Weesen
  • Politische Gemeinde Weesen
  • Politische Gemeinde Schänis
  • Politische Gemeinde Glarus Nord
Politische Gemeinde Weesen

Finanzierungsplan 3. Fussballplatz im Detail:

Körperschaft Betrag
Politische Gemeinde Weesen CHF 250’000.-
Politische Gemeinde Schänis CHF 150’000.- (gesichert)
Politische Gemeinde Glarus Nord CHF 150’000.- (gesichert)
FC Weesen CHF 450’000.- (gesichert)

  • davon CHF 200’000.- Eigenmittel
  • davon CHF 100’000.- Darlehen 1)
  • davon CHF 150’000.- Sport-Toto

1) Der durchschnittliche jährliche Rückzahlungsbetrag beläuft sich auf CHF 3’330.-, was nicht ganz zehn Jahresbeiträgen von Aktivmitgliedern betrifft und somit tragbar für den FC Weesen ist. Der FC Weesen hat in der Vergangenheit andere Verbindlichkeiten in ähnlicher Höhe innert weniger Jahren bereits gänzlich abbezahlt (Vergleich zu eigenfinanziertem Clubhausbau).

Meilensteine

  • Externes Planungsbüro
    Der Bürgerentscheid 2019 beauftragte den Gemeinderat und den FC Weesen das Projekt auf Kosten des FC Weesen von einem externen Planungsbüro durchleuchten zu lassen. Mit dem Planungsbüro Wegmüller haben wir einen für Sportplätze bekannten Planer mit einbezogen, womit das Projekt auch von externer Stelle begutachtet wurde und erfreulicherweise keine grundlegenden Anpassungen am Ursprungsprojekt vorgenommen werden mussten. Bericht Vorprojekt 06.02.2020, Planungsbüro Wegmüller
  • Verkehrskonzept
    Das Verkehrskonzept (Verkehrsleitung und Parkplätze) zur Entlastung der Moosstrasse ist verfasst und regelt die Verkehrsströme nachhaltig.
  • Umweltauflagen
    Jegliche Anforderungen wie Berücksichtigung Wildwechsel, Verkehr, ökologischer Ausgleich, Lichtverschmutzung etc. entsprechen den gesetzlichen Anforderungen.
  • Baueingabe
    Das Projekt wurde im März 2020 dem Baudepartement St. Gallen zur Vorprüfung übermittelt. Daraus resultierten kleinere Anpassungen und die finale Baueingabe wird in demnächst vorgenommen.
  • Sport-Toto
    Das Projekt wird durch die IG Sport-Toto St. Gallen mitfinanziert. Nur dank der Tatsache, dass der FC Grundeigentümer der Anlage ist, kann überhaupt ein Antrag an die IG Sport-Toto gestellt werden.vc
  • Label Sport-verein-t
    Der FC Weesen hat im Oktober 2020 das Zertifikat «Sport-verein-t» erhalten. Dies zeichnet die Arbeit und Organisation des Vereines aus und als positiven Nebeneffekt profitiert der Fussballclub Weesen zukünftig durch höhere Beiträge an den Unterhalt der Anlage und für Investitionen durch die IG Sport-Toto. Dies entlastet die Unterhaltskosten spürbar.
  • Sportplatzkommission
    Die neue Trägerschaft ist seit Januar 2020 tätig. Mit den Leistungsnutzern OSWA, PSW und Jugi Weesen wurden langfristige Leistungsvereinbarungen (LV) unterschrieben, jeweils mit Startdatum 01.01.2020, bzw. 01.01.2021 (OSWA).
  • Laufbahn integrieren in das Projekt
    Das Projekt «Laufbahn» wurde neu auf Verlangen der Politischen Gemeinde Weesen ins Gesamtprojekt integriert. Die Schulen wie der Jugendturnverein Weesen äusserten seit längerem das Bedürfnis, die bestehende Sportinfrastruktur mit Laufbahnen für die Leichtathletik und insbesondere für den Schnelllauf ergänzen zu können. Für Trainings wie für Wettkämpfe ist für die jungen Nachwuchs-Leichtathleten wie für die Schüler/-innen eine konforme Laufunterlage aus Kunststoff wichtig.
    Es lassen sich zudem bedeutende Synergien beim Bau des dritten Rasenfeldes und der Laufbahn nutzen, welche sich positiv auf den finanziellen Gesamtaufwand auswirken. Durch die Ergänzung mit den Laufbahnen kann die Sportplatzentwicklung ganzheitlicher angegangen werden.

Planwerk

(Stand Februar 2021)

 

Fazit

Mit einem 3. Rasenplatz kann der FC Weesen alle Trainings- und Meisterschaftsspiele für seine JuniorInnen und Aktiven sicherstellen und den Plätzen dadurch auch dringend benötigte, abwechslungsweise Regenerationsphasen erlauben und somit die Lebensdauer deutlich verlängern. Mit einem weiteren Rasenplatz erfüllt der FC Weesen die Verbandsseitigen Anforderungen und kann allen Fussballerinnen und Fussballern und sehr vielen Freizeitsportlern ein vernünftig dimensioniertes und intaktes Sportareal offerieren.

Mit den Garderoben im FC-Clubhaus, sowie denjenigen der Speerhalle kann der FC alle derzeitigen Bedürfnisse abdecken. Da sind keine weiteren Investitionen geplant.

Mit dem Bau des 3. Rasenplatzes könnte der FC den Spielern und Besuchern 47 ins Projekt integrierte Parkplätze anbieten, was zu einer deutlichen Entlastung der Moosstrasse führen wird.

Seit drei Jahren warten wir sehnlichst auf die Freigabe und Unterstützung der Bürgerschaft Weesen für unseren Herzenswunsch. Teilweise zu recht wurde das Projekt zurückgewiesen um Nachkorrekturen gefordert. Wir haben in den vergangenen Monaten nochmals zig Stunden investiert und alle offenen Punkte ausgearbeitet.

Am 11.04.2021 haben Sie an der Urnenabstimmung die Zukunft des Fussballs, der Jugi und des Sports im allgemeinen für die Gemeinde Weesen in der Hand. Mit einem „JA“ setzen sie ein Zeichen für den Sport und damit einer sehr sinnvollen Freizeitbeschäftigung für die Jugend und die gesamte Bevölkerung.

Bei Fragen stehen Ihnen Hansjörg Gutknecht oder Daniel Brunner gerne zur Verfügung.